On the road

Gestern sind wir von unserem 5-Tages-Trip durch das halbe Land zurückgekommen.

Von Kigali ging es per Auto zum alten Königssitz Nyanza, wo wir die traditionellen Königshütten Ruandas kennenlernen durften. Danach ging es zur Universitätsstadt Butare, wo wir im Nationalmuseum einen Einblick in Kultur und Geschichte des Landes bekamen. Letzter Stopp war dann der riesige Kivu-See (direkt an der Grenze zum Congo), inklusive herrlichen Sonnenauf- und untergängen direkt am Strand.

Das beste Erlebnis war aber unser Besuch im Nyungwe-Nationalpark, dem größten Regenwald in ganz Afrika. Einfach ein tolles Gefühl, beim Wandern dort all den Vogel- und sonstigen Tiergeräuschen zu lauschen und über den Baumwipfelpfad (immerhin 200m lang und 60m hoch) durch die Baumkronen zu tingeln.

Besonders deutlich wurde dabei der riesige Unterschied zwischen dem Leben auf dem Land und der Stadt. Während Kigali laut der „Vision 2020“ von Präsident Kagame zum Aushängeschild des ganzen Landes, zur sichersten und saubersten Stadt Afrikas werden soll, ist der Rest des Landes oft nur über unbefestigte Schotterpisten zu erreichen. Wenn man ihnen folgt, erreicht man dann irgendwann kleinste Dörfer, in denen Menschen unter ärmlichsten Verhältnissen leben.

Was auch auffällt, ist das das Land heillos überbevölkert ist. Obwohl nur etwa so groß wie Rheinland-Pfalz und das Saarland zusammen, leben 12 Millionen Menschen dort. Kein großes Wunder, wenn die durchschnittliche Frau 5 Kinder kriegt. Was natürlich dazu führt, dass man selbst in der größten Pampa, in eben genannten Dörfern, einfach überall Leute neben und auf der Straße sieht.

Doch auch in Kigali, in der Hauptstadt, wo vieles so erfolgreich zusammenläuft, vieles so modernisiert wurde, kommt es noch zu Stromausfällen. Besonders ärgerlich, wenn so ein Dreck während dem Champions League-Finale passiert. 😉

Der Fortschritt Kigalis ist zwar besonders im Vergleich zum Rest des Landes sehr beeindruckend, aber manchmal wirkt es so, als ob er zu schnell für das Land kommt.

So gibt es zwar überall riesige HD-Fernseher, aber erschreckenderweise nur einen Fernsehsender im ganzen Land. So gibt es zwar Einkaufszentren und Wolkenkratzer zu bestaunen, die so auch in Frankfurt stehen könnten, die aber teils nicht mal zur Hälfte gefüllt sind.

Ein weiterer Aspekt, der uns während der ganzen Reise begleitet hat, ist „Kwibuka“. Über den könnt ihr dann im nächsten Blogeintrag mehr erfahren.

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