On the road again

Nach einigen Tagen in Kigali ging es mal wieder raus aufs Land, diesmal zwar nur für 2 Tage, aber dafür in einem umso eindrucksvolleren Trip.

Zuerst ging es in Richtung Rusumo, ganz im Südosten von Ruanda. Auf dem Weg dorthin besuchten wir noch eine Schule, deren Kinder uns freudestrahlend empfingen.

Besonders bedrückend war unser kurzer Besuch im größten Flüchtlingslager des Landes, in dem sich fast 30.000 Flüchtlinge aus dem Nachbarland Burundi befinden. Im Burundi machen seit Mai Regierungsmilizen Jagd auf alle, die der Regierung kritisch gegenüber stehen. Insgesamt befinden sich schon 35.000 burundische Flüchtlinge in den UN-Lagern in Ruanda.

In Rusumo gab es dann einen Grenzübergang, der kaum spektakulärer sein könnte. Er führt nämlich über eine Brücke, die über die Rusumo-Wasserfälle führt. In der Mitte der Brücke befindet sich dann die offizielle Grenze zu Tansania. Nach einigem Zureden der Grenzbeamten durften auch wir schließlich ein paar Schritte in tansanisches Land machen und ein bisschen tansanische Luft schnappen. Bemerkenswert ist auch, dass sich neben dieser neuen, moderne Grenzbrücke für Autos und Fußgänger eine alte, mittlerweile nicht mehr passierbare Brücke befindet, die trotzdem noch so von einigen Lebewesen genutzt wird: Von unzähligen Affen, vor allem Pavianen, die zwischen den Ländern hin und her wechseln.

Die sollten wir auch einen Tag später zu Genüge wiedertreffen, als wir einen Gamedrive durch den Akagera-Nationalpark machten. Wir erwischten einen guten Tag und sahen viele Affen, Vögel, Büffel, Nilpferde, Zebras, Giraffen, Antilopen, Warzenschweine, ja sogar ein Krokodil aus nächster Nähe. Nur Elefanten haben wir keine gefunden.

Gestern gab es dann endlich das 1. Interview für meinen Film, mit einem jungen Mann mit außergewöhnlicher Geschichte: Seit er 6 Jahre alt war, hat er sich als Straßenkind in Kigali durchgeschlagen. Zum Glück hat er mit 12 einen Kanadier kennengelernt, mit dem er sich angefreundet hat und der ihm geholfen hat, von der Straße wegzukommen und eine Ausbildung zu bekommen.

Heute ist er ein bekannter Künstler in Ruanda mit internationalen Ausstellungen und seinem eigenen Atelier, dessen Erträge zu 50% an Straßenkinder gespendet werden. Er hat auch ein Kulturzentrum gegründet, in dem er 60 Straßenkindern Tanzen und Trommeln beibringt.

P.S. Leider ist heute aufgrund des schlechten Internets kein Hochladen der vielen Fotos möglich, ich versuche dann, sie wenn möglich nachzureichen.

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